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Ревью альбома "Spirit" от The Pit (Немецкий язык) (12/07/06)

HELVETIAAAAA !!! So stellt sich dem Intro folgend das neue Referenzwerk des Folk Metals vor. Acht Schweizer versetzen die heidnische Musikszene gerade in Unruhe. Sie verffentlichen das Album Spirit und setzen damit die Messlatte fr nachfolgende Alben dieser momentan sehr beliebten Spielart des Schwermetalls noch hher. Pagan Folk Metal in Perfektion. Und mit diesen Worten gehe ich nicht leichtfertig um.

Ich habe bisher noch keine Band gehrt, die so gekonnt und so natrlich traditionelle Instrumente in Einklang mit todesmetallischem Gewitter gebracht haben. Messerscharfe Riffs, die auch ohne Probleme von Dark Tranquillity htten stammen knnen, treffen auf wunderbarste Folk-Melodien, welche mit verschiedensten Flten und Dudelscken, Mandola, Violine, Drehleier, Akkordeon und Krummhorn dargeboten werden. Dazu gibt es passende Natur-, Schmiede- und Schlachtensamples vor und whrend der Songs. Als I-Tpfelchen bei all dieser musikalischen Glanzleistungen ist noch der Gesang zu vermerken. Wobei Gesnge passender wre. Gleich sechs der acht Musiker greifen von Mal zu Mal zum Mikrofon und geben ihre Stimme preis, sei es auch nur als Chor. Hauptaugenmerk wurde auf den dreckigen Keif-Gesang gelegt, der so komisch es sich anhren mag mit der Musik wunderbar harmoniert.

In der Musik lassen sich immer wieder traditionelle irische und keltische Melodien entdecken. Zum Beispiel kommt der letzte Song, das Instrumental anDro, ursprnglich aus der Bretagne. Aber an sture Wiederverwertung bekannter Melodien grenzt das in keinem Falle. Eluveitie hauchen den Melodien neues Leben ein und interpretieren diese zum Teil auch anders als bisher von Irish Folk-Bands getan.

Jeder Song auf Spirit ist anders, deswegen will ich hier kurz die Eckpunkte eines jeden Songs kurz beschreiben: Spirit: Auergewhnliches Intro mit verschiedenen Sprngen in die einzelnen Lebensbereiche der alten Zeit. Dann kommt der Dudelsack ins Spiel, es steigert sich und ab der Hlfte sollte man wissen, was man auf diesem Album erwarten darf. Uis Elveti: Frhlich, treibend und voller Energie. Teilweise hymnisch und episch, aber immer auf das Bedacht, was Eluveities Musik so besonders macht. Your Gaulish War: Perfekt abgestimmte Instrumentalarbeit, Elementeverschmelzung ganz klar zu erkennen. Auch eine Prise Epik gibt es hier. Of Fire, Wind & Wisdom:Sehr schnelles Geballer mit vielen starken Breaks. Aid: Reines Folk-Stck. Mysthisch und atmosphrisch mit bezauberndem Frauengesang. The Song Of Life: Geniales Melo Death-Riff mit ordentlich Saft auch am Schlagzeug trifft auf unerschtterliche Flte. Sehr schne Wechsel und ordentlich Gebrlle. Tegernak: Trumerischer Akustik-Part wird zu treibendem Folk Metal-Stck wird zu getragener metallischer Ballade wird zu herbem Geknppel, um dann in einem sehr tanzbaren Mix aus schnellen Folk-Melodien und harschen Gitarrenwnden zu mnden. Siraxta: Der Song mit den wohl krassesten Gegenstzen zwischen Folk und Metal. Auerdem macht ihn der Frauengesang sehr interessant. Groes Finale vor dem Outro des Liedes. The Dance Of Victory: Auergewhnliches Klangspektrum im Extrem-Gesang. Ansonsten wird recht viel geknppelt bis zum Akustik-Teil des Stcks. The Endless Knot: Getragen, episch und klagend kommt mit einigen Chren dieser Song daher. anDro: Hochmelodisches Instrumental, das wohl noch am nhesten am Original dran ist, gerade von der Schnelligkeit her.

Neben all diesen musikalischen Hchstleistungen kann ich auch dem Sound (Klangschmiede Studio E von Markus Stock sagt wohl alles), der Aufmachung (Knstler ist Travis Smith, der auch schon fr Katatonia und Dark Fortress arbeitete) und den Texten (drehen sich im Allgemeinem um die keltische Kultur, sollte man selber lesen und mit der Musik auf sich wirken lassen) absolute Oberklasse attestieren.

Dieses Album hat einfach alles, was sich ein Folk Metal-Liebhaber wnschen knnte. Viele verschiedene Instrumente, abwechslungsreiche Einbindung ebenjener ins Soundgeflecht, wo sie oft aber nicht immer das Ruder bernehmen. Dazu verdammt gute Riffs, die nicht nur zur Untermalung da sind, und sehr abwechslungsreiche Gesnge. Mal tanzbar, mal episch, mal frhlich, mal klagend. Wow! Ein Werk, wie es so schnell nicht wiederkommen wird. Das ist mir die Hchstwertung allemal wert.

Anspieltipps: Uis Elveti, The Song Of Life

Bewertung: 10 von 10 Punkten

Kai Brennert / www.the-pit.de

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